Was ChatGPT nicht kann

ChatGenerativ Pre-trained Transformer, kurz ChatGPT, hat die IT- Welt im Sturm verändert. Sogar populäre Medien außerhalb des Technik-Spektrums haben sich dem Thema gewidmet. Allerdings meiner Erkenntnis nach vornehmlich aus der Richtung, wie großartig oder verstörend die Technik ist. Also aus einer positiv anwenderzentrierten Perspektive oder einer eher negativ gesellschaftlichen Komponente. Ich will folgend auf Punkte eingehen, die positiv am – indirekten Verwenden sind!

Die positive Anwendersicht

In aller Kürze, denn laut meiner Einleitung soll es darum nicht gehen. Zumal diese Punkte an anderer Stelle bereits viel ausführlicher erörtert wurden. Bei folgenden Punkten hilft ChatGPT dem Anwender:[3]heise.de vom 9. Dezember 2022: Warum ChatGPT die Welt verändern wird. Zugriff auf das Video (Artikel) im Dezember 2022

  • Fragen werden umfassend beantwortet,
  • Informationen werden geliefert,
  • Übersetzungen angefertigt,
  • Artikel geschrieben,
  • oder lediglich E-Mails oder Social-Media-Beiträge formuliert.
  • Sogar Gedankengänge (also etwas Fantasie) kann erörtert,
  • oder Gedichte ersponnen werden.[4]Adrian Lobe vom 27. Dezember 2022 auf nzz.ch: Houellebecq und Hemingway aus der Maschine – Textgeneratoren schreiben Artikel, Kurzgeschichten und Gedichte. Ist das Prinzip der Autorschaft am Ende? … Continue reading
  • Es können Hausarbeiten verfasst,
  • Snippets und Programme erstellt,
  • Tabellen und Listen erarbeitet
  • und anwaltliche Hilfe geleistet werden [5]WBS Legal vom 20. Januar 2023: Anwalt testet ChatGPT – das Ergebnis überrascht! | Anwalt Christian Solmecke. Zugriff auf das Video am 23.01.2023

Und was fehlt meiner Auflistung? Ernsthaft, wenn eine grandiose Funktion fehlt, ergänze ich diese gern. Folgend will ich mich dennoch auf die Punkte konzentrieren, die ChatGPT nicht leisten kann.

Die gesellschaftliche Perspektive 

Hier schreien Lehrkräfte, dass sie

  • Angst vor der Anwendung der Schüler haben. 
  • Journalisten fürchten um ihre Jobs,
  • Untergangsszenarien werden erprobt
  • und Fake-News produziert.

Und doch wird die Unfähigkeit häufig erwähnt, teils belächelt, aber selten in einen proaktiven Kontext überführt.

Was ich aus der Unfähigkeit für meine Arbeit lerne?

ChatGPT denkt sich teils Quellen aus oder bietet dem Lesenden, teils fantasievolle, allerdings völlig falsche, Antworten an.[6]Martin Stepanek vom 20. Januar 2023 auf derstandard.de: Chat GPT: So könnte künstliche Intelligenz die Menschheit auslöschen. Zugriff auf den Artikel am 22.01.2023 Das ist toll, denn einige Punkte möchte ich für meine Arbeit nutzen und habe daher begonnen einige Prozesse abzuleiten.

  1. Qualität wird noch wichtiger
  2. Zeit für Qualität muss man sich nehmen
  3. Quellennennung wird noch wichtiger
  4. Reputation im Themengebiet wird ebenfalls wichtiger
  5. Bestätigungen des Wissens wird wichtiger
  6. Persönlichkeit wird erwartet

Qualität wird wichtiger

Selbstverständlich ist die Definition und der Anspruch nicht deckungsgleich. Aber qualitative Richtlinien geben in vielen Redaktionen einen Rahmen vor. Und wenn einige Dinge von einem Programm abgenommen werden können, sollte der Mensch an der Qualität arbeiten können. Ob es die Themenauswahl, die sprachliche Feinfühligkeit oder schlicht der rote Faden ist.

Zeit für Qualität nutzen

Daran anschließend sollte also genügend Zeit für die Umsetzung der qualitativen Richtlinien bleiben. Sportergebnisse, Börsenwerte und News über die aktuellen Oscarpreisträger muss kein Redakteur mehr verfassen. Der journalistisch arbeitende Redakteur sollte Dinge einordnen, Empfehlungen aussprechen, Abwägung treffen. Dafür sollte Zeit entstehen.

Nennung von Quellen wird unabdingbar

Und im Internet nennt sich die Quellennennung, einen Link setzen. Also könnte Linkgeiz zukünftig stärker bestraft werden. Fakten und Aussagen müssen überprüfbar belegt werden, sonst könnte der Schreiber ja alles behaupten. Und dies sollte zu einer steigenden Anzahl an Verlinkungen führen. Im Idealfall wird dem Leser die Bewertung der Quelle ebenfalls abgenommen, oder der Text ist dabei wenigstens behilflich. Hier denke ich insbesondere an Studien.

Reputation im Themengebiet wird wichtiger

Ich empfand Google+ ein spannendes Konzept. Vornehmlich der Autorenbezug, der dadurch erstellt wurde. Wahrscheinlich wird das Autoren-Markup eine Renaissance erhalten. Derzeit und mit der inflationären Erstellung von Inhalten, kann jeder vorgaukeln, dass er sich im Themengebiet auskennt. Daher halte ich Reputation für einen elementaren Baustein, um sich von belanglosen Textwüsten positiv hervorzuheben.

Wissensbestätigungen als Faktor

Berufliche Social-Media-Plattformen verwenden diese Option bereits seit Jahren. Wissen anderer Personen kann bestätigt werden. Dieser Punkt fungiert somit als Zusammenfassung, denn Wissen oder Informationen werden aktiv von anderen Personen oder passiv durch die Nennung von teils einzigartigen Links/Empfehlungen/Quellen bestätigt werden.

Persönliche-Note muss erkennbar sein

Bei belanglosen, oder besser kurzweiligen, Informationen wird der Identifikationsfaktor noch gering sein. Je wichtiger mir aber die potenzielle Antwort erscheint, desto mehr möchte ich über den Autor erfahren. Und dies wird ein Zusammenspiel aus vielen genannten Punkten ergeben. Vielleicht gar eine Rückbesinnung auf authentische Bilder? Denn auch Bilder, Videos, Töne können ja mittlerweile künstlich erzeugt werden. Also müssen Ersteller von Inhalten eine persönliche, eine individuelle Note erschaffen.

Welche Perspektive habe ich vergessen? Worüber sollte ich nachdenken?

Quellen und Informationen[+]

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